Verein Germanischer Bärenhunde e.V. - Ausbau 24 - 19348 Perleberg - Tel. 03876 786901

Die Legende der Germanischen Bärenhunde !

Heute möchte ich nun die Gelegenheit ergreifen und die Entstehungsgeschichte der Germanischen Bärenhunde zu erzählen.

Früher, viel früher, als Ursus der Bär noch durch die Urwälder streifte und die Germanen ihren Lebensunterhalt durch die Jagd und das Sammeln von Beeren und Früchten bestritten, bildete sich aus den Zeiten der Völkerwanderung eine Hundeart heraus, die ihren Ursprung in den Herkunftsgebieten der frühzeitlichen Volksstämme hatte .

In der harten, lebensfeindlichen Umwelt für die damaligen Menschen brauchten sie einen Begleithund, der robust, ausdauernd und wachsam war. Bei der Jagd musste er sich gegen überlegene Gegner behaupten, bei Gefahr seine Sippe verteidigen und in Notzeiten genügsam sein. Aus alten Überlieferungen ist bekannt, dass bei den germanischen Urvölkern Hunde dieser Art ständige Begleiter waren.

Durch Mischung der Bevölkerung und Sesshaftigkeit verloren sich die ursprünglichen Züge dieser Hunde, die groß, blond und bärig waren. Das Gewicht von bis zu 80 Kilo und eine Widerristhöhe von ca. 80 cm kam auch den Römern für ihre kriegerischen Handlungen sehr gelegen. Als Beutestücke bei Kämpfen mit den Germanen gelangten die Hunde in das gesamte Römische Reich. Hier verlor sich endgültig ihre Spur.

Als Sohn einer Hundezüchterfamilie, die kleine Hunde züchtete war ich, Carsten Kieback, mit der Materie bestens vertraut. Nur die Größe stimmte nicht. Ein Hund fängt meiner Meinung nach erst ab 70 cm an. Im Alter von 18 Jahren bekam ich durch Zufall eine ältere Bernhardiner hündin. Was für ein Hund! Als begeisterter Germanenfan hatte ich natürlich auch über die großen Urhunde der Germanen gelesen.

Im Laufe der Zeit begann ich auch Großrassen zu züchten. Doch in Berlin waren große Hunde ein schwieriges Unterfangen. Im Jahre 1985 zog ich aufs Land und konnte meiner Leidenschaft voll nachgehen. Irgendwann kam es zu einem Fehlwurf, und plötzlich hatte die Evolution tief in ihre Wunderkiste gegriffen. Die alten Gene des Urhundes, die über Jahrhunderte geschlummert hatten, waren auferstanden. Ein Wurf von 8 Welpen krabbelte in der Wurfkiste. Das Fell dunkel bis schwarz. Auffällig waren die breiten Köpfe und die selbst für eine große Hunderasse großen bärigen Pfoten. Als die Welpen nach einigen Tagen ihre Augen öffneten, waren diese stechend blau, und die Fellfarbe wurde immer heller. Bei einigen hatte sich blondes Fell und bei anderen ein dunklerer Farbton entwickelt. Die Begeisterung der Hundefreunde, die diese Welpen sahen, war so groß, dass sogar die überregionale Presse aufmerksam wurde. Was ist denn das für eine Rasse?, wurde gefragt! Blond, blauäugig und bärig! So musste der Germanenhund ausgesehen haben. Ich wusste, wie die Verpaarung entstanden war, und begann „Germanische Bärenhunde“ zu züchten. In erster Zeit von Vielen belächelt, machte ich weiter. Die heute vorhandenen Tiere sprechen für sich.

Einige Jahre gingen ins Land. Nach und nach fanden sich Bärenhundefreunde zusammen, um diese schöne Rasse zu züchten.

Und so bildete sich der „Erstzüchterverein Germanischer Bärenhunde e.V.“ mit Hauptsitz in 19348 Lübzow.                    

 

Carsten Kieback, Urzüchter und erster Vorsitzender

Tel:03876/786901  

Fax:03876/788881


Diese Seite wurde am 31.03.2010 Aktuallisiert